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007 Doppelte Spiel (The Andorian Incedent)

Dreiecks-Beziehung

Artikel von

Christopher Kurtz

Kurzwertung

Story 3+   Positives:
Charaktere 2   + Brilliantes Make-Up
Atmosphäre 2   + Andorianer-Comeback
Spezialeffekte 2-   Negatives:
Gesamtnote 2   - Politische Analogie bedenklich
Tendenz konstant   - nicht überzeugend

Ort der Ruhe und Meditation

Das hat Archer schon immer mal nötig gehabt. Doch statt des Souvenir-Kiosks begrüßen ihn vier blauhäutige und zu Recht aufgebrachte Herrschaften mit durchgeladenen Waffen. Der andorianische Zwischenfall auf P'Jem erinnert in seinem Aufbau sehr an eine alte Classic-Episode.

Der Konflikt zwischen Menschen und Vulkaniern rückt erstmals in ein etwas differenzierteres Licht. Die Damen und Herren mit den spitzen Ohren haben tatsächlich äußerst unangenehme Qualitäten, was den Umgang mit anderen Völkern betrifft. Dagegen wirken die andorianischen Schläger aus der Nachbarschaft geradezu sympatisch.

Ob diese Folge der Integrität von Star Trek gut tun wird, wage ich zu bezweifeln, Vulkanier lügen eben nicht! Momentan hat man mehr das Gefühl, von einer konspirativen Rasse kalkulierender Politiker beobachtet zu werden. Kein Wunder, dass bei so einem Haufen auch noch ein paar Romulaner vorkommen...

Einzelspiel

Was wirklich schön ist, dass sind die andorianischen Masken mit den sich bewegenden Fühlern. Dazu kommt ein hervorragender Jeffrey Combs als Ober-Andorianer. Das Standard-Assemble scheint bei seinen Schauspiel-Künsten schon nach zwei Monaten ein "stabiles Niveau" erreicht zu haben. Der Grund ist einfach: Bei diesen Drehbüchern ist Charakter-Entwicklung praktisch unmöglich. Woher soll bitte ein Connor Trinneer wissen, wie er seine Figur spielen soll?

Es ist schon bedenklich, wenn der Bordarzt nach vielleicht 10 Szenen mehr Profil hat, als der Chefingenieur nach 50.

Politik

Star Trek ist immer ein Spiegel der Welt, die uns umgibt. Soll man aus dieser Folge vielleicht auf ein bestimmtes weltpolitisches "Problem" aufmerksam machen? Der dezente Blick gen Irak ist vielleicht nur etwas, das mir ins Auge sticht, aber die ganze Folge bereitet mir in ihrer (begrenzten) Aussagekraft Sorge.

Besonders begeistert war ich über eine Textzeile von Archer, der schnell dabei ist, operative "Problemlösungen" mit T'Pol zu diskutieren.

Fazit

Politisches Verwirrspiel mit durchschnittlich inszenierten Action-Einlagen, mögliche Irak-bezogene Erzählabsicht beunruhigend.